Tavlesto Firadine

Studentenprojekte in VR

Hier zeigen wir, was unsere Studierenden nach einigen Monaten Kursarbeit entwickeln. Die Projekte entstehen meist im zweiten Ausbildungshalbjahr, wenn das technische Fundament sitzt und die kreativen Ideen anfangen, richtig Form anzunehmen. Wir arbeiten mit echten VR-Plattformen und realen Entwicklungsumgebungen – so wird jedes Projekt zu einem handfesten Lernschritt.

VR-Training Simulation für Notfallmedizin entwickelt von Studierenden

Notfalltraining in der virtuellen Klinik

Team: Maëlle Dubois, Jannik Roth, Lena Schneider Projektdauer: 8 Monate

Die drei entwickelten eine VR-Simulation für medizinisches Fachpersonal. In der Anwendung laufen verschiedene Notfallszenarien ab – von Herzstillstand bis Schockzustand. Anwender üben Abläufe, Entscheidungen und Kommunikation im Team. Das Projekt entstand aus der Frage heraus, ob man kritische Situationen wirklich realitätsnah trainieren kann, ohne echte Patienten zu gefährden.

Unity VR Oculus Quest 2 C# Scripting 3D Modeling
  • Realitätsnahe Patientensimulation mit physiologischen Reaktionen
  • Interaktive medizinische Instrumente und Geräte
  • Zeitbasierte Entscheidungssysteme mit direktem Feedback
  • Mehrsprachige Sprachausgabe für internationale Nutzung
  • Datenaufzeichnung zur Nachbesprechung und Leistungsanalyse

Während der Entwicklung stießen sie auf einige Herausforderungen. Die Steuerung musste intuitiv bleiben, auch wenn mehrere Geräte gleichzeitig bedient werden. Außerdem war die Balance zwischen Realismus und Benutzerfreundlichkeit knifflig – zu viele Details können überfordern, zu wenige nehmen den Lerneffekt. Am Ende fanden sie eine Lösung, die funktioniert und von Testpersonen aus dem Gesundheitswesen positiv bewertet wurde.

Wie solche Projekte entstehen

Von der ersten Idee bis zur fertigen VR-Anwendung durchlaufen Studierende mehrere Phasen. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf und jeder bringt neue Erkenntnisse mit sich.

1

Konzeptentwicklung

Studierende skizzieren ihre Idee und definieren den Anwendungsfall. Wer soll die Anwendung nutzen? Welches Problem wird gelöst? Hier entstehen die ersten Wireframes und User Stories.

2

Technische Planung

Die Gruppe entscheidet, welche Plattform und welche Tools genutzt werden. Gibt es externe Bibliotheken, die helfen? Wie wird die Architektur aufgebaut? Diese Phase legt das technische Fundament fest.

3
Prototyping

Es wird ein erster lauffähiger Prototyp gebaut. Noch nicht perfekt, aber funktional genug, um die Kernidee zu testen. Feedback von Dozenten und Kommilitonen hilft, Schwachstellen früh zu erkennen.

4
Iterative Entwicklung

Über mehrere Wochen hinweg wird das Projekt verfeinert. Features werden ergänzt, Bugs behoben, die Performance optimiert. Regelmäßige Tests mit echten Nutzern zeigen, ob die Anwendung intuitiv ist.

5
Finalisierung

Kurz vor Abgabe werden letzte Details poliert. Dokumentation wird geschrieben, Code aufgeräumt, Präsentationen vorbereitet. Am Ende steht ein fertiges Projekt, das präsentiert werden kann.

6
Präsentation

Die Teams stellen ihre Arbeit vor – intern und manchmal auch bei Partnern aus der Industrie. Diese Phase zeigt, wie gut die technische Umsetzung mit der ursprünglichen Idee zusammenpasst.